Pferde sind Fluchttiere mit feinster sozialer Hierarchie. Ihre Sprache ist fast vollständig körperlich: Atmung, Muskeltonus, Ohrenstellung, Blickrichtung, Position der Schultern. Stimme spielt eine Nebenrolle.
Das heißt für uns: Wer ein Pferd verstehen will, muss zuerst lernen, gleichzeitig auf mehrere Stellen zu schauen — und im eigenen Körper anzukommen. Denn ein angespannter Mensch sendet Signale, die das Pferd übernimmt, bevor wir es bemerken.
Pferdesprache zu lesen ist keine esoterische Begabung. Es ist eine Beobachtungstechnik, die jeder lernen kann — und die jedes Reit- und Bodenarbeitstraining besser macht.